Ausstellung zum «Haus der Diakonie» eröffnet

Das Kirchgemeindehaus Wipkingen muss dringend saniert werden. Nach der erfolgten Baueingabe für das 50-Millionen-Projekt zeigt eine gerade eröffnete Ausstellung im Foyer des Kirchgemeindehauses Einblicke in die reiche Geschichte des Gebäudes und die geplante Nutzung als künftiges «Haus der Diakonie» (HDD).

Die kurzweilige Ausstellung zeigt wichtige Stationen aus der Geschichte des Hauses. Das Gebäude wurde 1930-1932 als kirchliches Volkshaus konzipiert und als erstes Hochhaus der Stadt Zürich gebaut. Neben kirchlichen Aktivitäten bot es Raum für alle kulturellen, politischen und physischen Bedürfnisse des Quartiers. Heute befindet sich das denkmalgeschützte Kirchgemeindehaus in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Zugleich zeigt die Ausstellung, wie die historische Bedeutung und Nutzung des Gebäudes in der Planung an den heutigen Kontext angepasst wird. So sollen künftig drei Kulturen das HDD prägen: die Kultur der Gastfreundschaft, die Kultur der Wertschätzung und die Kultur der Gestaltung für alle. Letztere setzt einen starken Akzent auf die Arbeitsintegration, damit Menschen in vielfältigen Lebensformen neue Lebens- und Arbeitsperspektiven finden. Neben der Arbeitsintegration spielen Wohnen und Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Damit will die reformierte Kirche ihren Solidaritätsauftrag in der Gesellschaft wahrnehmen und Menschen in schwierigen Lebensumständen Perspektiven
bieten.

Die Wiedereröffnung ist für Sommer 2027 geplant. Der Objektkredit in der Höhe von rund 50 Millionen Franken muss im Juni von Kirchgemeindeparlament und am 22. September 2024 vom Kirchgemeindevolk der Stadt Zürich bewilligt werden. Die Ausstellung ermöglicht der Stimmbevölkerung einen guten Einblick in das für die reformierte Kirche wichtige Projekt.

Die Ausstellung ist am 4., 11. und 25. Mai von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Weitere Besuchstage und Führungen können unter www.haus-der-diakonie.ch angefragt werden.